An dem schmerzendem Ellenbogen, besser bekannt unter dem Namen "Tennisarm", ist nicht immer das Schwingen des Schlägers schuld. Bei 90 % der Betroffenen ist diese Diagnose auf andere Auslöser, die dem Sport fremd sind, zurückzuführen. Dazu gehören beispielsweise die monotonen Bewegungen beim Rasenmähen, ein umfangreicher Frühjahrsputz, unkorrekte Hand- beziehungsweise Fingerhaltung beim Schreiben oder die eintönige Bedienung der Computermaus. Installateure oder Mechaniker leiden besonders häufig am Tennisarm.
Ursache für die Überlastungssymptome ist eine Reizung am Sehnenansatz an der Außenseite des Ellenbogens. Der Bereich, der sich um einen kleinen Knochenvorsprung, dem Epicondylus, befindet, ist dabei besonders schmerzhaft. An dieser Stelle liegen oberhalb einer Sehne Muskeln, die für bestimmte Hand- und Fingerstreckbewegungen verantwortlich sind. Bei permanenter Über- und Fehlbelastung nehmen die Schäden an dieser Stelle zu, bis der unangenehme Schmerz einsetzt.
Solange nur kurzfristig ein leichter Schmerz zu beobachten ist, kann bereits eine Ruhigstellung des betroffenen Arms als Therapie ausreichen. Falls die Betroffenen jedoch im Rahmen ihres Berufes auf die auslösenden monotonen Belastungen angewiesen sind, müssen andere Therapieansätze gefunden werden. Schlimmstenfalls hilft auch hier eine Belastungspause, da ein unbehandelter Tennisarm dazu führen kann, dass die Patienten die betroffene Hand beziehungsweise Finger nicht mehr anheben können, weil deren Muskelkraft komplett verloren gegangen ist.
